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Totenkopfäffchen in der Camel-City
Natürlich hatte Stefan Weingärtner zuerst Bedenken, ob die kleinen Affen denn auch tatsächlich bei ihm und seinen Kamelen bleiben – aber für eine Flucht geht es den Totenkopfäffchen deutlich zu gut bei ihm. Auch Veterinäramt und Naturschutzbehörden konnten ihm das „Ausgezeichnet“ für die Haltung und Pflege der Affen bestätigen. Und als wäre das noch nicht genug, bestätigen die Affen das auch gerne selbst, in dem sie jedes Jahr aufs Neue Nachwuchs in die Welt setzen. Bekanntermaßen gelingt das bei Zootieren nur bei absolut artgerechter und liebevoller Pflege. Allerdings machen es einem die Äffchen auch extrem leicht, sich ausgiebig mit ihnen zu beschäftigen und ihnen eben auch nur die allerbeste Pflege zukommen zu lassen. Als sozial lebende Spezies sind Totenkopfäffchen überaus gesellig und kommunikativ. Sehr zur Freude der Besucher von Camel-City, denn dadurch gibt es gleich zwei besondere Tierarten zu entdecken, und das mitten in der Oberpfalz! Im Folgenden können Sie Allgemeines über Totenkopfäffchen und ihre Umwelt erfahren.Die Totenkopfäffchen sind in Mittel- und Südamerika beheimatet. Bekannteste Art ist das Gewöhnliche Totenkopfäffchen. Das charakteristische Gesicht hat ihm seinen Namen gegeben. Die Äffchen sind etwa 25 bis 35 cm groß, das Weibchen ist deutlich kleiner als das Männchen. Dazu kommt noch der Schwanz in etwa gleicher Länge. Das Gewicht liegt bei 0,7 bis 1,1 kg. Neben dem Gesicht ist auch die orange Färbung der Unterarme, Unterschenkel und Pfoten charakteristisch. Das Fell ist kurz und dicht und deshalb leicht sauber zu halten. Die Totenkopfäffchen leben in ihrer Heimat in den unteren und mittleren Baumregionen. Sie bewegen sich meist auf allen Vieren fort. Dabei sind sie schnell und geschickt. Der Schwanz dient zur Balance; nur Jungtiere können mit ihm noch greifen. Sie haben kurze Finger. Der Daumen liegt auf gleicher Ebene und kann nicht wie beim Menschen als Gegenpol zu den Fingern benutzt werden. Totenkopfäffchen brauchen viel Auslauf. Sie sind Gruppentiere und fühlen sich als Einzelgänger überhaupt nicht wohl. Deshalb sollten mindestens vier Tiere gemeinsam gehalten werden. In der Natur besteht die Gruppe aus 12 bis über 100 Tieren, wobei Männchen, Weibchen und Jungtiere zusammenleben. Unter den Weibchen gibt es eine feste Rangordnung. Die Männchen halten sich meist am Rand der Gruppe auf, um vor Gefahren zu warnen. Durch Pfeifen und Keckern können sich die Gruppenmitglieder verständigen.
Die Nahrung besteht vorwiegend aus Insekten und Früchten. Es wird genommen, was die Jahreszeit bietet. Pflanzenteile wie Bätter, Blüten und Knospen werden verzehrt; auch Eier und kleine Wirbeltiere sind vor den Totenkopfäffchen nicht sicher. Mit der Jagd auf Insekten verbringen sie den größten Teil des Tages. Ein Vorteil ihrer Haltung in Camel City ist, dass sie tagaktiv und dann wach sind, wenn auch die Besucher kommen. |





Während der relativ kurzen Fortpflanzungsperiode werden die Männchen aggressiver und legen an Gewicht zu, um sich besser in Position zu bringen. Nach etwa 160 Tagen kommen die Jungtiere, meist innerhalb weniger Tage, zur Welt. Bei artgerechter Haltung können Totenkopfäffchen über 30 Jahre alt werden.
















