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Kamele als therapeutische Partner

Kamel_TherapieDie Hippotherapie gab es bereits im alten Griechenland. So lobte der bekannteste Arzt der Antike, Hippokrates, den beruhigenden Rhythmus des Reitens und war von der heilsamen Wirkung beim Umgang mit dem Ross überzeugt. Die Krankengymnastik auf dem Pferd erfreut sich heutzutage großer Beliebtheit. Obwohl bisher keine Studie wissenschaftlich die subjektiv wahrgenommenen positiven Effekte des therapeutischen Reitens belegt, sind zahlreiche Ärzte, Therapeuten und Patienten von ihr überzeugt.

Die wesentlich jüngere Reittherapie auf dem Kamel, genauer gesagt auf dem Trampeltier, macht in Deutschland zunehmend von sich Reden. Dabei betonen die Anbieter der ungewöhnlichen Therapie, dass zu dem von der Hippotherapie bekannten günstigen Aspekte weitere hinzu kämen. Da Kamele als absolute Exoten in unserem Lebensraum gelten, wirkt bereits ihr Anblick anregend auf das Gehirn. Das Striegeln, Streicheln und Anfassen der Tiere sorge für eine vermehrte Bildung neuer Synapsen. Ein Effekt, der die Regeneration wichtiger Partien im Gehirn begünstigt und beispielsweise für Schlaganfall-Patienten besonders erfreulich ist. Eine Verbesserung der Sprachfähigkeit wird in diesem Zusammenhang häufig genannt. Der Spaß steigert den Erfolg zusätzlich.

Noch bevor das tierische Therapiemedium bestiegen wird, so lässt sich vermuten, stellen sich bereits nachhaltig vorteilhafte Effekte ein. Das Gangmuster der Wüstenschiffe tue dann ein Übriges: Verspannte Muskeln werden gelockert, schlaffe gefordert und trainiert, wertvolle Impulse vom Tier auf den Menschen übertragen. Der wiegende Passgang der Kamele muss entsprechend ausgeglichen werden, was zur Verbesserung der Koordination führt.

Mehr Sicherheit als ein Pferd bietet ein Trampeltier gleich in mehrfacher Hinsicht. Besonders Schlaganfall-Patienten, Personen mit Gleichgewichtsstörungen oder mit erheblichen körperlichen Einschränkungen sitzen zwischen den Höckern relativ sicher. Außerdem sind Kamele keine Fluchttiere. Sie nehmen auch laute Geräusche gelassen hin, lassen sich selbst nicht so leicht aus der Ruhe bringen. Ihren Unmut äußern sie entweder durch lautes Röhren oder durch Spucken. Im Extremfall knien sie sich auf den Boden nieder.

Als Schwielensohler treten die Exoten recht sanft, ohne heftige Erschütterungen und daher für den Reiter angenehm auf. In Deutschland wird die Kameltherapie von den Krankenkassen nicht übernommen - übrigens ebenso wenig wie die Hippotherapie. Ein zusätzlicher Nutzen im Vergleich zu anderen Therapiearten, der die wesentlich höheren Kosten rechtfertigen würde, wird von den Versicherungsträgern nicht gesehen. Ob sich die Kameltherapie in Zukunft durchsetzen wird, bleibt daher abzuwarten.


Einen weiteren Beitrag zu diesem Thema finden Sie in unserem Blog.
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Auf der Partnerseite von Jacqueline Majumder, erreichbar unter : www.therapeutisches-kamelreiten.de finden Sie weitere wertvolle Informationen rund um die Therapie mit dem Kamel.