Kamele und Beduinen

Als Beduinen (arabisch, „Wüstenbewohner“) bezeichnet man nomadisierende Volksstämme, die in den arabischen und nordafrikanischen Wüsten „zu Hause“ sind. Ihr „zu Hause“ ist allerdings ein Zelt, da sie sich ständig auf der Wanderschaft befinden. Die in der Wüste schnell erschöpften Weideplätze und Wasservorräte zwingen sie dazu, ständig neue Gebiete aufzusuchen. Sie sind Araber, die ihren Stammbaum bis auf Ismael, einen Sohn Abrahams, zurückführen, und gehören dem Islam an. Auch heute noch halten sie eng in ihrem jeweiligen Stamm zusammen, der von einem Scheich geführt wird.
Beduinen leben hauptsächlich von der Viehzucht. Vor allem züchten sie Dromedare, Schafe und Ziegen. Heute können sie in einigen Gebieten auch vom Tourismus leben. Ihre sprichwörtliche Gastfreundschaft brachte ihnen die Möglichkeit, Kamelreisen und andere Attraktionen für erlebnishungrige Touristen anzubieten. Sie gelten als zuverlässige Führer für Wüstentrips, die ihre Gäste nicht im Stich lassen.
Das Dromedar, das einhöckerige Kamel, ist ihr wichtigster Begleiter. Wie kein anderes Tier ist das Kamel dem Leben in der Wüste angepasst. Es dient als Reittier und Lastenträger. Es kann lange ohne Wasser auskommen, weil es viel Wasser im Körper (hauptsächlich im Magen, nicht in seinem Höcker) speichern kann und extrem sparsam damit umgeht. Nachts sinkt die Körpertemperatur des Kamels stark ab; dadurch dauert es dann am Tag länger, bis es schwitzen muss. Den Ausscheidungen wird das Wasser weitgehend entzogen. Kamele sind Pflanzenfresser; die sich auch von harten und dornigen Wüstenpflanzen ernähren können.
Die Beduinen schätzen ihre Tiere, insbesondere die Kamele. Ohne sie könnten sie in der Wüste nicht überleben. Das Kamel liefert ihnen Wolle und Milch, ist ihr Reittier und trägt geduldig das Zelt und andere Lasten. Selbst Kameldung wird, wenn er vollständig ausgetrocknet ist, als Brenn- oder Baumaterial benutzt. Selten wird ein Beduine ein Tier schlachten; als reiner Fleischlieferant sind ihm seine Kamele zu wertvoll. Besser als mit jedem vierradgetriebenen Fahrzeug kommt er mit seinen Kamelen in sandigem und felsigem Gelände voran und kann auch enge Pfade benutzen.
| heute | 39 |
| gestern | 182 |
| diese Woche | 568 |
| diesen Monat | 4271 |
| seit 08/2009 | 177711 |

