Ich bin ein Dromedar

Im asiatisch-nordafrikanischen Raum, der „Alten Welt“, sind die Altweltkamele Dromedar und Trampeltier zu Hause. In der „Neuen Welt“, in Südamerika, sind die wesentlich kleineren Neuweltkamele beheimatet. Daneben gibt es noch eine größere, auf verwilderte Dromedare zurückgehende Population in Australien.
Das Dromedar, charakterisiert durch einen Höcker und auch als Arabisches Kamel bezeichnet, ist als Reit- und Lasttier im südwestlichen Asien, besonders auf der arabischen Halbinsel, und in Nordafrika weit verbreitet. Auch in anderen relativ trockenen Gebieten wie auf dem Balkan, in Südwestafrika und auf den Kanaren wurde es eingeführt. Sein lateinischer Name lautet „Camelus dromedarius“. Kamele sind sehr genügsame Tiere und daher prädestiniert für das Leben in trockenen Steppen, Halbwüsten und Wüsten. Es kann lange Zeit ohne Wasser auskommen, da es einerseits viel Wasser in seinem Körper speichern kann (hauptsächlich im Magen und nicht, wie fälschlich angenommen, im Höcker) und andererseits sehr sparsam damit umgeht. Ein Großteil der Flüssigkeit wird über die Nieren und den Darm den Ausscheidungen entzogen, damit sie nicht verloren geht. Dem Dromedar hilft auch, dass es seine Körpertemperatur nachts stark absenken kann. Dadurch wärmt es sich tagsüber langsamer auf und kommt erst spät zum Schwitzen.
Das Dromedar ist heute ein Haustier und nur selten (Ausnahme Australien) wild lebend. Es ist beispielsweise ein treuer Begleiter der Beduinen, denen es als Reit- und Lasttier, als Wolle- und Milchlieferant dient. Auch das Fleisch wird verwertet und die Haut zu Leder gegerbt. Das Dromedar erreicht eine Schulterhöhe von 1,8 bis 2,3 m und ein Gewicht von 300 bis 700 kg. Meist hat es der Umgebung angepasst ein sandfarbenes Fell, manchmal ist es auch weiß bis dunkelbraun. Es wird geschätzt, dass es etwa 3000 vor Christus domestiziert wurde. Es ist in unwegsamem Gelände ein unentbehrliches Reit- und Lasttier. Auch Rennkamele werden heute gezüchtet. Neue Verbreitung zu Lasten der Hausrinder findet es aufgrund seiner Genügsamkeit in den um sich greifenden Trockenzonen in Nordafrika.
Die Tragezeit beträgt gut ein Jahr. In der Regel kommt ein Jungtier zur Welt, selten sind es Zwillinge. Das Muttertier kümmert sich noch mindestens ein Jahr um den Nachwuchs, der aber sofort laufen kann.
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