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Familiengeschichte der Kamele
Die Kamele, wissenschaftlich Camelidae, zählen zoologisch zur Klasse der Säugetiere und innerhalb dieser Klasse zu der Ordnung der Paarhufer. Charakteristisch für sie ist die Unterordnung: sie sind Schwielensohler. Die Füße zeigen zwei Zehen, die durch die gebogenen Nägel an der Vorderkante geschützt sind. Die breite Sohlenfläche besteht aus elastischem Bindegewebe, so dass sie im Sand nicht so leicht einsinken. Charakteristisch ist außerdem der Paßgang. Kamele bewegen abwechselnd das linke und das rechte Beinpaar. Die ersten Schwielensohler traten vor etwa 40 bis 50 Millionen Jahren in Nordamerika auf. Als ältester Vertreter gilt das Aepucamelus, das vom Körperbau her noch eher einer Giraffe ähnelt und längst ausgestorben ist. Von Nordamerika wanderten sie über die zeitweise trockene Behringstraße in Richtung Asien, über Mittelamerika nach Südamerika weiter. Heute sind sie in Nordamerika ausgestorben. Die Kamele haben sich an extreme Umweltzonen angepasst. In Asien und Nordafrika sind dies trockene Steppen, Wüsten und Halbwüsten, in Südamerika die Hochgebirksregion der Anden. Die asiatischen und afrikanischen Kamele werden als Altweltkamele bezeichnet, die südamerikanischen Arten als Neuweltkamele. Bis auf wenige Ausnahmen wild lebender Trampeltiere in Asien gibt es nur noch in Südamerika wild lebende Arten, das Guanako und das Vikunja. Trampeltier und Dromedar, Alpaka und Lama sind domestizierte Arten. Sie werden als Haustier gehalten. Zwar gibt es in Australien eine große Population wild lebender Dromedare. Diese waren aber ursprünglich zahme Kamele, die zum Lastentransport eingeführt wurden und, als sie dafür nicht mehr gebraucht wurden, freigelassen wurden. Die Familie der Kamele weist noch weitere Besonderheiten auf. Sie sind Pflanzenfresser und haben neben dem eigentlichen Magen zwei Vormägen. Sie kauen wieder, zählen aber nicht zu den Wiederkäuern, da ihr Magen anders aufgebaut ist. Charakteristisch sind die ovalen und nicht, wie üblich, runden roten Blutkörperchen. Diese Form befähigt die Kamele, innerhalb kürzester Zeit große Wassermengen aufzunehmen, und ermöglicht eine bessere Sauerstoffaufnahme, durch die das Leben in Hochgebirgsregionen erst möglich wird. |





















